Noch eine Story aus der WIR #5:
Mobile Gärten in Urbaner Wüste.

Text: Elke Janssen | Layout: Björn Pollmeyer | Fotos: Sven Nieder

In Berlin zeigen die Prinzessinnengärten, wie man mit wenig Material und viel Phantasie neues Grün in öde Flächen bekommt. Was passieren kann, wenn jemand zum rechten Zeitpunkt am rechten Ort die richtige Idee hat, ist faszinierend: Marco Clausen und Robert Shaw hatten anfangs nur das Bild eines Gartens mit Gastronomie vor Augen, als sie eine brachliegende Fläche am Berliner Moritzplatz pachteten. Entstanden ist daraus der Prinzessinnengarten, eine quirlig-lebendige grüne Oase in Kreuzberg mit angenehm entspannter, freundlicher Atmosphäre: angesagter Treffpunkt für junge Familien, Nachbarschaftsgarten verschiedener Kulturen, Anziehungspunkt für angegraute Ökos und ein Mekka für die Medien. Ungewöhnlich ist der Garten nicht nur seiner Mobilität wegen. Jederzeit wäre es möglich, mit den Pflanzen an einen anderen Standort umzuziehen – sollte die Fläche aus stadtentwicklungspolitischen Gründen anderweitig genutzt werden. Rund 500 verschiedene Pflanzensorten wachsen an so erstaunlichen Orten wie in Reissäcken, aufgeschnittenen Tetra Paks oder zusammengenagelten Kästen. Kultiviert nach Prinzipien des ökologischen Anbaus wird das geerntete Gemüse zu schmackhaften Gerichten in der geländeeigenen Küche verarbeitet – auch diese ist als Containerküche mobil einsetzbar. […]

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