Das Urheberreche in Deutschland ist an und für sich eine tolle Sache. Als Fotograf geniesse ich es für jedes von mir erstellte Werk. Vereinfacht bedeutet es, das ich selbst entscheiden darf wann, wo, wie lange, von wem und unter welchen Bedingungen eines meiner Werke benutzt werden darf. Für Künstler und sonstige Kreative ist das überlebenswichtig. Aber nicht nur aus ökonomischen Gründen halte ich das für sinnvoll und notwendig. So möchte zm Beispiel ich keines meiner Bilder im rechtsradikalen Milieu wiederfinden.

Wie bei jeder guten Idee gibt es aber auch immer Menschen, die sich imho fragwürdige Methoden ausdenken um den größtmöglichen Profit daraus zu schlagen. Welche Auswüchse das annehmen kann, zeigt ein Beitrag Namens »Abzocke im Internet« der ARD. Das ist schon eine ältere Geschichte – mehr ist dazu wohl nicht zu sagen.

Es gibt aber auch Menschen, die sich Gedanken über das Teilen und Verschenken machen. So habe ich als Urheber natürlich auch die Möglichkeit, eine kostenfreie Nutzung meiner Bilder zu erlauben. Die lizensierung unter der Creative Commons Licence vereinfacht das Ganze erheblich. Damit kann ich entscheiden, unter welchen Bedinungen ein Werk frei genutzt werden darf. Für die Auswahl einer Lizenz steht ein komfortables Formular zur Verfügung.

Genau das machen Hobbyköche und -köchinnen mit Ihren Fotografien auf der Webseite Kochbuchfotos – das Footbilder-Blog nach dem Motto »Bilder wollen frei sein«. Wie auf der Seite zu lesen, sind die fortwährenden Abmahnungen wegen einiger Brötchen- und Wurstfotos die Motivation der freien Kochbuchbildner. Mit dem Hinweis auf diese Seite möchte ich natürlich nicht in Frage stellen, das Fotografien durchaus Geld wert sind, aber vielleicht dazu anregen das ein oder andere Werk der Gemeinschaft für nicht kommerzielle Zwecke zugänglich zu machen.
Die nächsten Kochtage verbringe ich mal mit der Kamera…

Bruschetta – Foto: Nico Kaiser Quelle: Kochbuchfotos.de

Bruschetta – Foto: Nico Kaiser, Quelle: Kochbuchfotos.de, Lizens