Wie man dem Blog sicher entnehmen kann, sind die letzten Tage von Luftbildern dominiert. Hier in OWL passte das Wetter ziemlich gut, auch wenn der wirklich goldene Herbst auf sich warten lässt und wahrscheinlich gar nicht kommt. Einige Bäume sind noch grün, anderen sind die Blätter schon abgefallen bevor sie sich verfärbt haben. Das liegt wohl an der schnell wechselnden Witterung und der plötzlich auftretenden Kälte in der Nacht. Trotzdem sind beeindruckende Aufnahmen entstanden. Der Flug ums Hermannsdenkmal in den frühen Morgenstunden war ein großer Spaß. Vielleicht wird es im nächsten Jahr was mit dem eigenen Flugschein.

Blick Richtung Oetenhausen, Währentrup, Pivitsheide und Detmold | Foto: © Sven Nieder

Blick Richtung Oetenhausen, Währentrup, Pivitsheide und Detmold. | Foto: © Sven Nieder

Industrie.  | Foto: © Sven Nieder

Industrie. | Foto: © Sven Nieder

Windkraftanlagen  | Foto: © Sven Nieder

Windkraftanlagen. | Foto: © Sven Nieder

Hermannsdenkmal. | Foto: © Sven Nieder

Hermannsdenkmal. | Foto: © Sven Nieder

Hermannsdenkmal | Foto: © Sven Nieder

Hermannsdenkmal. | Foto: © Sven Nieder

Hermannsdenkmal | Foto: © Sven Nieder

Hermannsdenkmal. | Foto: © Sven Nieder

Über die Sparrenburg (eigentlich Burg und Festung Sparrenberg) fliege ich immer gerne, zumal sich durch die Ausgrabungen das Bild ständig verändert.  Im August hatte ich schon ein Bild gepostet. Hier zwei ganz aktuelle aus dem Herbst.

Luftbild der archäologischen Ausgrabungen an der Sparrenburg in Bielefeld, fotografiert am 14.10.2009 | Fotograf: Sven Nieder

Luftbild der archäologischen Ausgrabungen an der Sparrenburg in Bielefeld, fotografiert am 14.10.2009 | Fotograf: Sven Nieder

Ausgrabungen an der Sparrenburg im Detail, fotografiert am 14.10.2009 | Fotograf: Sven Nieder

Ausgrabungen an der Sparrenburg im Detail, fotografiert am 14.10.2009 | Fotograf: Sven Nieder

Analog braucht Zeit. Gut so. Aber hier sind sie jetzt: Die Camera Obscura Fotografien des kleinen Happenings vor/während/nach der Ausstellungseröffnung im Karussell am Zuckerberg.

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Die Ausstellung selbst ist heute und morgen noch zu sehen. Vielleicht bei der Offbeat Filmpremiere oder dem Sixties-Folk Abend mit Caro Streck.

Die beiden letzten Tage überraschten mit erstklassigem, herbstlichen Flugwetter. Für eines der zwei laufenden Luftbildprojekte war ich gestern am späten Nachmittag und heute am frühen Morgen unterwegs. Unglaublich idyllisch, der Herbst Ostwestfalens aus der Luft.

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Herbst in Ostwestfalen als Luftbild. | Fotografie: © Sven Nieder

In Kürze gibt es hier mehr Informationen über die kommenden Bücher.

In der Oktober Ausgabe des Magazins »Visionen« ist ein weiterer Artikel über die Sacred Fire Ceremony erschienen. Dr. Christoph Quarch zeichnet sich für den Text verantwortlich. Die Fotografien sind von mir.

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Angaangaq, Schamane und Ältester der Eskimos, ist sich sicher: „Erst wenn es uns gelingt, das Eis in den Herzen der Menschen zu schmelzen, wird ein Wandel möglich sein: ein Wandel, der uns in die Lage versetzt, dem Schmelzen des Großen Eises zu begegnen – den Folgen des Klimawandels gewachsen zu sein.“ Und als wollte das Große Eis den Worten des Schamanen Nachdruck verleihen, rollt ein donnerndes Dröhnen durch die Tundra: Wieder ist ein Eisblock aus der Zunge des Russels Glacier gebrochen, eines Eisstroms, der sich hier zwölf Kilometer vom Inland-Eis hinab in das grüne Hügelland Westgrönlands windet.

Es ist ein Sommertag im Juli 2009. Die Sonne, die hier in diesen Tagen nicht mehr untergeht, brennt auf ein Camp hernieder – 25 Kilometer östlich von Kangerlussuaq, dem einzigen Internationalen Flughafen der größten Insel der Welt. Eine denkwürdige Versammlung findet hier statt – hier, wo das ewige Eis endet; jetzt, da man sich nicht mehr sicher sein kann, ob es wirklich ewig ist. Das Dröhnen des Gletschers verrät es: Das Eis schmilzt.

Es schmilzt schnell. Zwanzig Zentimeter am Tag, sagt Angaangaq. Allein in den letzten zehn Jahren hat der Russels-Gletscher 40 Meter an Dicke eingebüßt. „Gleichzeitig steigt der Meerespegel.“ Angaangaq malt ein düsteres Szenario: „London wird versinken, Boston wird versinken, Bangladesch wird versinken, die Niederlande werden versinken; und niemand wird diesen Prozess aufhalten.“ Nur eines gebe es zu tun: „Wir müssen das Eis in den Herzen der Menschen schmelzen.“

Zitat aus dem Artikel Ein Feuer der Erde,
Visionen Ausgabe Oktober 2009

Ein feiner Tag war das gestern in Trier. Aufbau und Vernissage der Austellung „Santiago“ standen an. Das temporäre Café–/Theater–/Kunst–/Laden–/Galerieprojekt »Das Karussell«, ein gemütlicher Ort des Werkens und Lebens, lud den Zeichern Simon Prades und mich zu einem spannenden visuellen und inhaltlichen Experiment ein: Die Zusamenführung zweier Arbeiten über den Jakobsweg, fotografiert und gezeichnet, in unterschiedlichen Jahren begangen. Beim genüsslichen TransFair Kaffee gab es die ersten Versuche und wir waren beide erstaunt, wie sich die Arbeiten kontrastieren und ergänzen. Es war ein ein großer Spaß, gemeinsam mit den Formaten, Inhalten und Räumlichkeiten zu spielen.

Die Zeichnungen kontrastieren und ergänzen die Großformatigen Fotografien der Camera Obscura.

Die Zeichnungen kontrastieren und ergänzen die großformatigen Fotografien der Camera Obscura.

Simon Prades hängt eine Zeichnung aus Logroño unter eine Lochkamerafotografie aus Foncebadón.

Simon Prades hängt eine Zeichnung aus Logroño unter eine Lochkamerafotografie aus Foncebadón.

Schlussendlich haben wir eine Atmosphäre geschaffen, die diesen Ebenen und dem Charme der Lokalität gerecht wird. Bis zum 18.10.2009 ist die Ausstellung, welche wahrscheinlich in dieser Form einmalig bleiben wird, im »Karussell« zu sehen und bei dem schon genannten TransFair Kaffee anzuschauen. Geöffnet ist die Galerie außer Montags ab 16:00.

Fertige Komposition der Stirnwand mit einem beleuchteten Thron als Buchablage.

Fertige Komposition der Stirnwand mit einem beleuchteten Thron als Buchablage in der Raummitte.

Durch das Schaufenster des Karussells –  eine Stunde vor der Eröffnung noch ohne Menschen.

Durch das Schaufenster des Karussells – eine Stunde vor der Eröffnung noch ohne Menschen.