Vom 14.-17. Mai 2010 fand in der Sagkeeng First Nation in Kanada der erste interantionale runde Tisch zur Unterstützung alter indigener Weisheit statt. Ort des Treffens war die Turtle Lodge, in die Elder Dave Courchene, Neeghani Aki Innini (Leading Earth Man) der Anishnabe Nation prominente Vertreter der Menschen aus allen Himmelsrichtungen geladen hatte. Den zweiten Vorsitz hatte der US Demokrat und Congressman Dennis Kucinich.

Ein paar Fotografien habe ich natürlich mitgebracht:
Galerie mit Musik der Red Shadow Singers
Gallery including music of The Red Shadow Singers

In der Turtle Lodge der Sangkeen Nation fand der

In der Turtle Lodge der Sagkeeng First Nation fand der 1st International Roundtable Supporting Ancient Indigenous Knowledge statt.

1st International Roundtable Supporting Ancient Indigenous Knowledge.

1st International Roundtable Supporting Ancient Indigenous Knowledge.

Elder Dave Courchene und Katherine Withecloud

Elder Dave Courchene und Katherine Withecloud.

Chief Arvol Looking Horse, 19th Generation Keeper of the original Sacred White Buffalo Calf Pipe of the Lakota, Dakota, Nakota Sioux Nation

Chief Arvol Looking Horse, 19th Generation Keeper of the original Sacred White Buffalo Calf Pipe of the Lakota, Dakota, Nakota Sioux Nation.

Dennis Kucinich, Mitglied im Repräsentantenhaus des US-Kongresses.

Dennis Kucinich, Mitglied im Repräsentantenhaus des US-Kongresses.

Trommel und Gesang auf

Traditioneller Gesang in der Turtle Lodge.

Vincent Steinhauer, spirituelles Oberhaupt der Cree Nation (Saddly Lake Cree Nation, Alberta)

Vincent Steinhauer, spirituelles Oberhaupt der Cree Nation (Saddly Lake Cree Nation, Alberta)

Maurice Little Wolf, Alberta Blackfoot Elder und Traditional Cief Darrell Bob der Xaxli'p Community, St'at'ime Nation.

Maurice Little Wolf, Alberta Blackfoot Elder und Traditional Cief Darrell Bob der Xaxli'p Community, St'at'ime Nation.

Eskimo-Kaalit Elder Angaagnaq Angakkorsuaq und Chief Arvol Looking Horse.

Eskimo-Kalaallit Elder Angaangaq Angakkorsuaq und Chief Arvol Looking Horse.

Maurice Little Wolf, Alberta Blackfoot Elder.

Maurice Little Wolf, Alberta Blackfoot Elder.

Ein historisches Treffen, von dem wir sicher noch hören werden.

[Update]:

Sven@work. Danke Adriana Capozzi für das Foto.

Sven@work. Danke Adriana Capozzi für das Foto.

Ein Tag Deutschland Logo Foto

Gestern war »Ein Tag Deutschland«. Initiiert vom Fotografenverband FREELENS waren am 07. Mai 2010 hunderte der besten Fotografen des Landes unterwegs um diesem gewöhnlichen Tag und seinen Menschen in Deutschland ein Denkmal zu setzen.

Ich selbst war schon in aller Frühe auf Schalke um Arbeiter der Schalker Eisenhütte zu portraitieren. Abends ging es dann zurück nach Bielefeld in die Discothek Stereo wo mitten im NRW Wahlkampf die Bundesvorsitzende der Partei »Bündnis 90/Die Grünen« Claudia Roth als DJane an den Turntables die Party nach einer Podiumsdiskussion eröffnete.

07. Mai - Ein Tag Deutschland. Wahlkampf NRW 2010: Kandidat für die Landtagswahl Matthi Bolte auf einer Veranstaltung in der Bielefelder Discothek Stereo. Im Vordergrund Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen Claudia Roth.

07. Mai - Ein Tag Deutschland. Wahlkampf in NRW 2010: Kandidat für die Landtagswahl Matthi Bolte kurz vor der Wahl auf einer Veranstaltung in der Bielefelder Discothek Stereo. Im Vordergrund die Bundesvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen Claudia Roth.

07. Mai - Ein Tag Deutschland. Noch Fragen? Roth-Wild: Claudia Roth an den Turntables.

07. Mai - Ein Tag Deutschland. Noch Fragen? Roth-Wild: Claudia Roth an den Turntables.

Im Herbst erscheint eine Auswahl der Fotografien im großformatiger Bildband »Ein Tag Deutschland«.
An der Webseite sowie einer iPhone/iPod App wird ebenfalls gearbeitet. Stay Tuned!

Fotografen haben von je her Gesellschaften erforscht und dokumentiert – in ihren ganzen Breite und Tiefe und unabhängig von Redaktionsaufträgen. Dies wollen sie auch mit dem Projekt „Ein Tag Deutschland“ machen – ohne auf die Verwertbarkeit in den Medien zu achten. Sie wollen erzählen, wie es wirklich „aussieht“ in Deutschland. Mit kleinen Geschichten aus der Nachbarschaft, mit einem unvoreingenommenen Blick in das Kanzleramt, mit lustigen und traurigen Geschichten aus Dörfern und Städten – über 24 Stunden am 7. Mai 2010. Dabei werden sie nicht nur Großereignisse beobachten und fotografieren, sondern sich auf Menschen in alltäglichen Situationen konzentrieren, vielleicht eine Kellnerin auf der Zugspitze beobachten, den nebenamtlichen Bürgermeister eines Dorfes, einen Chirurgen in Hannover, eine Bäuerin im Emsland, einen Asylbewerber und einen Sachbearbeiter im Ausländeramt. Der Mensch wird in dieser Chronik im Mittelpunkt stehen.

[Update] Erste MakingOf Bilder auf der Freelens Webseite.

Im Jahr 2007 haben Prof. Marion Goerdt und ich (als Lehrbeauftragter für Fotografie) an der FH Trier im Rahmen des multidiziplinaren und internationalen Kunstprojektes Erinnerungsräume eine Wanderung entlang des Westwalls initiiert. Eine kritische und künstlerische Auseinadersetzung mit den Relikten der NS Kriegsarchitektur begleitete die 120 Kilometer lange Wanderung.

Jetzt ist, gestaltet von Björn Pollmeyer, in kleiner Auflage eine Publikation zum Projekt und der folgenden Ausstellung erschienen. Über die Ausstellung selbst wurde in lokalen Medien und auf Arte berichtet.

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Erkundungen zu Fuß dienen gemeinhin der Orientierung im ungefragten Raum. Sind sie erfolgreich verlaufen, hinterlassen sie im Gedächtnis eine Linie. Gepaart mit weiteren Erfahrungen, die die Erinnerung bereithält, bildet die Linie wiederum ein Moment der Vergewisserung. Hier bin ich gewesen, sagt sie, hier sind wir doch angelangt. Ein innerer Plan entsteht.

Linien bleiben abstrakt, Wege hingegen werden konkret. Bei Erkundungen zu Fuß ist man auf sie angewiesen. Unwegsames Gelände kann nur notdürftig Orientierung geben und das Auge sucht mühsam nach dem Wohin?. Fast nie ist der Weg selbst ein Hindernis. Es sei denn, man definiert das Hindernis als Weg.

Die Höckerlinie des Westwalls sollte einst ein Hindernis sein. Heutzutage ist das überdauerte Wehrrelikt der NS-Zeit, das sich im Westen Deutschlands rund 600 Kilometer von Nord nach Süd erstreckt, nahezu vergessen. Fast nirgendwo in der Kartografie findet es sich verzeichnet. Allenfalls bei Google Earth ist es als schönes Ornament fassbar. Als Linie.

Der Blick von oben ist jedoch nicht der Blick der physischen Erkundung. Vom 2. bis 8. Juni 2007 beging eine Gruppe von zwölf Studierenden und Lehrenden der FH Trier ein 140 Kilometer langes Teilstück des Westwalls von Kohlscheid nach Ormont. Sie dachten sich die Trennlinie als Wegeleite, die es aufzuspüren galt. Es war ein mühsames Unterfangen. Stacheldrähte, Unterhölzer, Baumreihen versperrten ihnen den Weg. Was bedeutet das?

Wenn das Gehen das Denken lenkt, wie Thomas Bernhard sagt, dann lenkt der Weg wiederum die Gedanken. Die Linie, der Weg, das Hindernis, heute überwuchert. Wo bin ich, fragen sie uns, wo sind wir angekommen?

Christoph Schaden

Webseite zum Projekt: www.westwallwanderung.de

In der aktuellen Auflage des Buches »Erlebnis Hermannsweg – Westlicher Teil: Wandern von Rheine bis Bielefeld« sind zwei Luftbilder aus den Projekt »Über Bielefeld« abgedruckt. Eine Übersicht des Teutoburger Waldes und die mittelalteriche Burg Sparrenberg (Sparrenburg) mit aktuellen Ausgrabungen von oben.

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Das Buch ist im tpk-Verlag erschienen, ISBN 978-3936359145.

Wow! Das Buch ist gerade wenige Tage erhältlich und taucht in der Wikipedia schon im Literaturverzeichnis auf. Fein.

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Quelle: Wikipedia

Link zum Datensatz in der Deutschen Nationalbibliothek:
http://d-nb.info/1000654389