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Im aktuellen Kontinente Magazin (Juli – August 2010) ist eine 8 Seitige Reportage zum Thema »Indigene Völker – Geistiger Klimawandel« mit einem Text von Dr. Christoph Quarch  meinen Fotografien der Sacred Fire Ceremony in Grönland erschienen. Die Portraits von Angaangaq Angakkorsuaq, Haru Xyna Kuntanawa, David Courchene, Wai Tuora-Morgan, Eduardo Parecha Sinanis, Mandaza Augustine Kandemwa, Ngema Lama und Mohani Rai waren bisher unveröffentlicht und erscheinen mit umfangreichen Interviews im September in dem Bildband »Heiliges Feuer – Schamanen und Älteste für die Welt« (Kamphausen, ISBN 978-3899013566).

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REPORTAGE

Schrei der Erde

Überall auf der Welt erheben die Ältesten indigener Kulturen ihre Stimme. Und ihre Botschaft findet Gehör: Die Welt ist aus dem Gleichgewicht. Es ist Zeit, die Heiligkeit der Erde zu achten.

Text: Christoph Quarch
Fotos: Sven Nieder

„Eines Tages, wenn die Welt in großer Not ist, wird das Heilige Feuer zurückkehren“ — zurück nach Grönland. So sagt es eine uralte Prophezeiung der Eskimos; eine Prophezeiung, die Jahrtausende lang ganz absurd klingen musste, weil niemand der Ureinwohner jener vereisten Rieseninsel ahnen konnte, dass die kniehohen Sträucher Grönlands eines Tages zu Bäumen wachsen würden, mit deren Holz sich ein Feuer entzünden ließe. Nun ist diese Zeit gekommen. Die Klimaerwärmung macht es möglich. Die Bäume haben sich aufgerichtet. Und nun brennt das Heilige Feuer vor der überwältigenden Kulisse des Russels-Gletschers in Westgrönland..

Gut hundert Menschen haben sich aus diesem Anlass unter der grönländischen Mitternachtssonne versammelt, eingeladen von Angaangaq Angakkorsuaq, dem Ältesten und Schamanen der Kalaallit-Eskimos. Seine Vision war es, die Prophezeiung seiner Vorfahren zu erfüllen — und damit der Welt, die in Not geraten ist, einen Dienst zu erweisen. Denn das fröhliche Feuer, das er dort im hohen Norden entzündet hat, ist nicht irgendein Feuer — es ist ein Heiliges Feuer: ein Feuer, das die Energie des Großen Geistes auf die Erde bringen und die Not der Erde wenden soll, das angetan ist, das Eis in den Herzen der Menschen zu schmelzen und so den Wandel auf Erden zum Guten zu wenden…

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Gestern Abend in der Mayerschen Buchhandlung in Herford, Lichbildvortrag zum Buch »Wir freuen uns und wir weinen …«.

Foto: Ralph Pache

Lichtbildvortrag. Foto: Ralph Pache

Autoren Michael Helm und Christoph Laue, Fotografen Sven Nieder und Jürgen Escher. Foto: Ralph Pache

Autoren Michael Helm und Christoph Laue, Fotografen Sven Nieder und Jürgen Escher. Foto: Ralph Pache

In der aktuellen Ausgabe des Magazins »Info 3 | Anthroposophie im Dialog« ist ein mehrseitiger Artikel von Christoph Quarch über die Sacred Fire Ceremony in Grönland erschienen, der mit meinen Fotografien des Schamanentreffens illustriert wurde.

An einem grönländischen Gletscher treffen sich Schamenen und Älteste indigener Kulturen aus aller Welt. Ihr Ziel: Ein Heiliges Feuer soll das Eis in den Herzen der Menschen schmelzen – weil wir anders dem Schmelzen des Eises nicht begegnen können.

Angaangaq Fotografie Info 3

Angaangaq Fotografie Info 3

Angaangaq Fotografie Info 3

Sven Nieder Auszeichnung Merid BFF Jahrbuch

In diesem Jahr war ich besonders auf der BFF Jahrbuch gespannt, ist doch zum 40. Jubiläum des Berufsverbandes erstmals auch ein Werk von mir darin zu sehen. Besonders groß war die Freude und Überraschung darüber, das ich die Auszeichnung »Merit« für meine Fotografie von den Juroren des BFF Jahrbuch Awards bekommen habe. Das Bild stammt aus einer Serie, die ich für das Sonderheft „Stille“ des Publik Forum sehr minimalistisch fotografierte. Für das BFF Jahrbuch habe ich dieses Bild durchaus als Gegenentwurf zu den geleckten und austauschbaren Transportation Fotos ausgewählt, die in der Regel den größten Teil des Referenzwälzers ausmachen. Aber damit, eine der begehrten Auszeichnungen dafür zu erhalten, habe ich nicht gerechnet. Wow!

Das Buch als Gegenstand an und für sich ist in diesem Jahr etwas ganz großartiges. Es kommt in einem edlen Schuber daher, der sich durch das herausziehen des Buchblocks in eine funktionierende Camera Obscura verwandelt. Als Freund dieser archaischen Apparatur bin ich wirklich begeistert und habe gleich einmal die Funktionsfähigkeit getestet.

Lochkamera BFF Jahrbuch

Für alle, die nicht in den Genuss des exclusiven BFF Jahrbuchs in massiver Form kommen können, ein paar Impressionen inclusive meiner Seite mit der Auszeichnung:

Die Fotografie ist hier und hier zu finden.

[Update]
Das BFF Jahrbuch 2009 kann ab sofort hier bestellt werden.
714 Seiten, ca. 550 ganzseitige Fotos, Format 23×23 cm,
ISBN: 978-3-933989-40-6

Das 40. BFF-Jahrbuch ist das sicher ungewöhnlichste Jahrbuch, das der BFF in den vergangenen 40 Jahren herausgebracht hat. Sowohl in der „Verpackung“ als auch im Inhalt: Das 40. Jahrbuch, mit einem ungewöhnlichen Einband“ ist in einem Schuber verpackt, der wiederum einer Camera obscura nachempfunden ist. Und der Inhalt des Buches: Fürwahr ein opulentes Werk mit über 700 (!) Seiten. Damit übertrifft das 2009er Jahrbuch alle bisherigen BFF-Jahrbücher und ist ein beispielloser Foto-Bildband, der einen Querschnitt durch das aktuelle Foto-Design in Deutschland bietet. Es macht nicht nur Lust auf stundenlanges und ungestörtes Blättern, sondern es ist ein unentbehrliches Arbeitshandbuch für die Branche und ein einzigartiges Foto-Kunstbuch, das auch neue Stilrichtungen in der Fotografie aufzeigt. Auf den 714 Seiten zeigen die BFF-Fotografen wieder ihre besten Arbeiten – geordnet nach Tätigkeitsbereichen. Darüber hinaus werden dort aber auch auf rund 100 Seiten die jährlich vergebenen Preise und Auszeichnungen des Verbandes vorgestellt. Dazu gehören der ‚BFF-Jahrbuch-Award‘ für die beste Arbeiten im BFF-Jahrbuch 2009 und der mit 15.000 Euro dotierte ‚20. Internationale BFF-Förderpreis & Reinhart-Wolf-Preis‘ für die besten Hochschul-Abschlussarbeiten im Bereich Fotografie. Damit gehört das BFF-Jahrbuch 2009 zu den umfangreichsten und attraktivsten seit der Gründung des BFF vor 40 Jahren und ist ein hochinteressantes Dokument zum Studium der professionellen Fotografie in Deutschland.

Kürzlich ist ein Buch mit den Titel »Kinder der Eifel – erfolgreich in der Welt« von Hermann Simon erschienen und die Tage kam mein Belegexemplar. Es ist erstaunlich, das auffallend viele Menschen aus dem Bereich Fotografie in dem Buch zu finden sind. Vielleicht wird den Eiflern und Eiflerinnen die Bildgestaltung dank der – zu meinen Kindheit noch erhältlichen – frischen Kuhmilch vom Bauern um die Ecke mitgegeben ;-).
Neben  den Eifler Fotografen Jürgen Klauke, Karl Johaentges, Frank Schultze, Christoph Bangert und der Fotografin Anne Menke, wurde auch ich eingeladen etwas über meine Arbeit zu erzählen.
Benjamin Bartz hat das Interview geführt.

Der Klappentext von Prof. Dr. Hermann Simon:

Die „Kinder der Eifel″ – sie zogen hinaus in die Welt und erzielten dort unglaubliche Erfolge. Lesen Sie in diesem Buch die spannenden Geschichten und Lebenswege herausragender Persönlichkeiten, die aus den Dörfern und Städten der Eifel stammen:
– woher sie kommen
– wohin sie gingen
– was aus ihnen wurde
– wie sie Vorbilder sein können für die heutige Generation

Das Buch ist auf der Webseite der Eifelzeitung und bei Amazon erhältlich.

Taschenbuch: 200 Seiten
Verlag: Südwest- und Eifel-Zeitung
Verlags- und Vertriebs-GmbH
22. November 2008
ISBN-10: 398105881X
ISBN-13: 978-3981058819

Die November/Dezember Ausgabe des Magazins Publik Forum Extra »Stille. Der Klang der Ewigkeit« wurde komplett mit zwei konzeptionellen Fotoarbeiten von mir illustriert.

Christoph Quarch schreibt dazu im Editorial:

Inmitten all dieser kostbaren Worte aber finden Sie Fotografien von Sven Nieder, einem jungen Fotografen aus Bielefeld: schweigende Bilder, stille Bilder […]. Sie laden ein zum Innehalten, zum Durchschnaufen, zum Verweilen. Wir haben Sven gebeten, die Stille zu fotografieren. Und obwohl er ahnte, auf was für ein Abenteuer er sich dabei begeben würde, hat er sich darauf eingelassen. Und nicht nur das. Er hat uns sogar zwei Lösungen auf diese unlösbare Aufgabe vorgelegt: Zum einen die Stillen Porträts, die Sie auf den Seiten 5, 17 und 31 finden. Sie zeigen Menschen und die von ihnen bevorzugten stillen Räumen. Und zum anderen die querformatigen, lichtmalerischen Arbeiten, die Ihnen in diesem Heft wiederholt begegnen werden.
Was ihn beim Fotografieren geleitet hat, beschreibt Sven wie folgt: „Ein Bild ist grundsätzlich still. Nur das Motiv kann Assoziationen auslösen, die man dann in Worten beschreiben kann.“ Genau das wollte Sven nicht. Er hat einen anderen Weg gewählt: „Mit einer einfachen, analogen Plastikmittelformatkamera habe ich mich auf die Suche nach der Stille und dem Geräusch gemacht. Lange Belichtungszeiten von mehreren Sekunden und eine manuelle Technik des Filmtransports während der Aufnahme lösen das Bild vom Gegenstand und lassen das Auge im Panorama wandern und die Stille suchen.“
Ich würde sagen: Er hat sie gefunden. Für mich geben Svens Bilder etwas zu erkennen von dem Mysterium der Stille: von dieser Dimension, die immer da ist, und deren Geschmack wir doch so mühsam erst wiederentdecken müssen. Sie atmen einen Hauch von Freiheit, Glück und Ewigkeit. Mehr gibt es nicht zu sagen. The rest, um Hamlet zu zitieren, is silence. Der Rest ist Schweigen.

Im Magazin sind folgende Artikel zu lesen:

Pierre Stutz: Weite Räume des Staunens. Die Stille entlässt mich zu mir selbst

Dieter Mittelsten Scheid: Ein Hauch von Ewigkeit. In unserer lauten Welt ist die Ruhe des Augenblicks ein Balsam für die Seele

Eckart von Hirschhausen: Ohrale Befriedigung. Warum Stille komisch und die Erleuchtung eine Riesenenttäuschung ist

Christoph Quarch: Umgeben vom Duft der Liebe. In der Stille klärt sich der Geist und öffnet sich das Herz. Für eine lebendige Spiritualität ist sie der tragende Grund. Ein Gespräch mit der spirituellen Lehrerin Annette Kaiser

Ulrich Dettweiler: … über allen Gipfeln ist Ruh. Die Schönheit der Berge macht sprachlos – und ihre Stille schmeckt nach Ewigkeit

Brigitte und Thomas Görnitz: »Das ewige Schweigen unendlicher Räume«. Pascal schauderte es angesichts des Universums. Die Kosmologen von heute lauschen seiner beredten Stille erstaunliche Erkenntnisse ab

Gunhild Seyfert: … wie die Luft zum Leben. Im Osnabrücker Hauptbahnhof lädt ein Raum der Stille zum Durchatmen ein – und findet großen Zuspruch

Anja Wedershoven: Still werden. Nachtgedanken

Theodor Henzler: Wo sich die Seele zu Hause fühlt. In stillen Räumen kommen wir zur Ruhe. Aber was macht einen stillen Raum aus? Antworten eines Architekten

Johannes Heiner: Leise Dialoge mit der Ewigkeit. Rainer Maria Rilke suchte eine neue, diesseitige Spiritualität – und fand sie in der Stille

Fritz Roth: Vom Lebensklang der Totenruhe. Am Sarg verstummt all unser Gerede. Zu Recht, denn der Abschied braucht Stille. Doch wird sie Trauernden oft nicht gewährt

Pat Christ: Hören mit Leib und Seele. Kristina Schunk ist so gut wie taub. Doch mit technischer Hilfe und großer Geduld hat sie es geschafft, sich in der Welt der Hörenden zurechtzufinden

Martin Koschorke: Vor der Wand aus Wut und Trauer. Oft verstummen Paare. Dann ist es Zeit, eine neue gemeinsame Sprache zu finden

Klaus Hofmeister: Sendepause. Stille ist in Radio und Fernsehen Mangelware. Dabei sehnen sich die Menschen nach ihr. Beobachtungen eines Hörfunkredakteurs

Eva-Maria Zurhorst: Endlich loslassen. Warum es gerade in der Krise guttut, still zu sein und zu schweigen

Das Publik Forum Extra »Stille. Der Klang der Ewigkeit« kann direkt beim Verlag bestellt werden.

Preis: 6,50 €/ 12,00 CHF
Verlag: Publik-Forum;
36 Seiten;
Bestell-Nr: 2842
ISBN: 978-388095-171-6

Vernissage und Buchpräsentation.

Im letzten Jahr habe ich gemeinsam mit Jürgen Escher im vom Land NRW geförderten Programm »Kultur und Schule« am Anna Siemsen Berufskolleg  ein Kunstprojekt mit jungen Frauen initiiert. In Fachkreisen werden diese Frauen »JOA’s« genannt, Jugendliche ohne Ausbildungsvertrag. Meist haben sie auch keinen Schulabschluss. Der Lebensweg scheint manifestiert.

Die Digitalkamera, ein niedrigschwelliges und onmipräsentes Kommunikationsgerät und das komplexe Thema, Heimat waren die Startbedingungen für das Projekt. Was diese jungen Frauen daraus gemacht haben, hat alle überrascht.

für mich Heimat bedeutet.

Vernissage und Buchpräsentation
20.11.2008 um 18:00
Stadtbibliothek Herford

Es sprechen:
Lieselore Curländer | Landrätin
Dr. Christoph Schaden | Schaden Verlag, Köln
Silke Niermann | Stadtbibliothek Herford
Doris Römer | Schulleiterin ASB

Jürgen Escher, Sven Nieder
für mich Heimat bedeutet.
128 Seiten
geprägter Leinenfesteinband (Hardcover)
Schaden Verlag, Köln
ISBN 3-932187-90-3
14,80 €

Der erfolgreiche »Stadtführer Bielefeld« von Roland Siekmann erscheint in einer neuen Auflage und einem neuen Cover. Auf dem Titel ist jetzt eines meiner Luftbilder zu sehen, das während der Arbeiten an »Über Bielefeld« entstanden ist. Es zeigt Menschen, Ritter, Burgherrinnen und bestimmt auch den ein oder anderen Orc auf dem Sparrenburgfest. Die Sparrenburg ist eines der (wenn nicht sogar das) Wahrzeichen Bielefelds und das Treffen der Gaukler und Spielleut‘ eine beliebte, jährliche Festivität im Hochsommer mit über 50.000 Besuchern. Es gibt großartigen Met 😉
Im Innenteil des Stadtführers sind weitere Luftbilder aus dem Projekt zu finden.

Heute habe ich die frischen Druckbögen aus der Druckerei anschauen können. Schick wird er! Den Stadtfüher kann ich im übrigen für Neu-, Alt- und BesuchsbielefelderInnen wärmstens empfehlen. Auch nach 8 Jahren Bielefeld hat er mir einige neue und spannende Blicke auf die Stadt eröffnet.

Foto: © Sven Nieder - Druckbögen der 2. Auflage Stadtführer Bielefeld

Foto: © Sven Nieder - Druckbögen der 2. Auflage Stadtführer Bielefeld

Zitat:

Dieser Stadtführer will keine Vorgaben machen, wohin oder woher man gehen sollte; er will vielmehr dazu aufmuntern und Hilfestellung leisten, sich Stadtquartiere und Landschaften selbst zu erobern. Er richtet sich an Alteingesessene genauso wie an Neubürger; an all diejenigen, die einen Abschnitt ihres Lebens in dieser Stadt verbringen ebenso wie an Besucher, die eingehendere Informationen suchen als lediglich den Weg zur Sparrenburg.

Stadtführer Bielefeld
Ein Wegweiser zu Plätzen und Parks, durch Geschichte, Kultur und Landschaft
Verlag :  Regionalverlag Thomas P. Kiper
ISBN : 978-3-936359-09-1